IKT für Elektromobilität III

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ACM-Leichtfahrzeug rollt vom Testgelände in die weltweite Vermarktung

Veröffentlicht am: 02.09.2019

Elektro-Leichtfahrzeug aus dem IKT EM III-Technologieprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) geht an den Start

118 handliche Fahrzeugbatterien, sechs rollende E-Fahrzeuge mit einem Gewicht von je 650 Kilogramm und 1350 Litern Ladevolumen, zwei Akkuwechselstationen - das sind schon die wesentlichen Zutaten eines innovativen Mobilitätskonzepts für die urbane Zukunft.

Nach mehrjähriger Entwicklungszeit innerhalb des BMWi-Technologieprogramms IKT für Elektromobilität und einem ersten Feldtest im Münchener Domagkpark Ende August biegt das Mobilitätssystem Adaptive City Mobility (ACM) samt seinem Leichtfahrzeug ACM CITY in die Zielgerade ein. Nachdem nun auch die Straßenzulassung erteilt worden ist, geht das elektromobile Leichtfahrzeug mit voller Kraft in die Vermarktung. Der ACM-Initiator Paul Leibold zeigt sich überaus zufrieden mit den bisherigen Testergebnissen und freut sich auf weitere Gespräche mit Unterstützern, Interessenten und Investoren. Die ACM Adaptive City Mobility GmbH treibt nun die Vermarktung und die Serienentwicklung des Fahrzeugs voran.

„The people car of the future”, urteilt der ehemalige Apple-Marketing-Chef Ratjiv S. Chahil, der kurzfristig an den Testfahrten im Domagkpark teilgenommen – und daraufhin seine Projektunterstützung zugesagt hat. Chahil ist Silicon Valley-Urgestein und gilt als Marketing-Guru im High Tech-Umfeld. Zurzeit fördert er soziale Projekte und grüne Technologien. Große Chancen für ACM CITY sieht Chahil in den Wachstumsmärkten und den weltweit prosperierenden Metropolen.

Doch Leibold erhält verstärkt auch Signale vom Markt. So zeigen sowohl der Investor Mutschler Ventures verstärktes Interesse an dem Leichtfahrzeug als auch der erste ACM-Investor Isar Digital. Isar Digital ist die deutsche Venture-Gesellschaft des größten chinesischen Smartphone-Händlers, der D.Phone Group mit jährlich etwa zwei Milliarden Euro Umsatz. Auch große Tier1-Autozulieferer sehen zunehmend Chancen für das Leichtfahrzeug.

Hintergrund – mit drei Handgriffen ist das Elektro-Leichtfahrzeug komplett geladen
118 handliche Fahrzeugbatterien, sechs rollende E-Fahrzeuge, zwei Akkuwechselstationen und ein innovatives Mobilitätskonzept für die urbane Zukunft – das sind die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts ACM in Zahlen. Zum Projektende haben die zehn Projektpartner das Mobilitätssystem auf dem CIVITAS ECCENTRIC Testgelände im urbanen Umfeld auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Auf dem Prüfstand waren das Fahrgefühl, der manuelle Akkuwechsel und die Buchungssoftware.

ACM CITY ist das Ergebnis des Forschungsprojekts ACM, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Technologieprogramms IKT EM III. Aufgrund seines erfolgversprechenden Konzeptes wurde ACM 2015 als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung ausgezeichnet. Zehn Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft brachten dabei ihre Expertise für das neue Mobilitätskonzept ein.

Adaptive City Mobility entspricht mit seinem adaptiven Entwicklungs- und Anwendungsansatz den heutigen und künftigen Mobilitätsbedürfnissen städtischer Bewohner, Dienstleister und Unternehmen. Die erarbeiteten Fahrzeug-, Nutzungs- und Energiekonzepte versprechen eine wesentliche Entlastung, wirtschaftlich wie ökologisch, denn die Fahrzeuge können besser verteilt, effizienter genutzt und ausgelastet werden.

E-Antrieb: Mit seinem elektrischen Antrieb fährt das ACM CITY im Stadtverkehr leise und schadstofffrei. Ein Schlüssel dafür ist die Kopplung an erneuerbare Energien aus nachhaltig und regional produziertem Strom.

Leichtbau-Fahrzeug: Als kleines, wendiges und leichtes Fahrzeug (650 Kg) ist es äußerst energieeffizient, beansprucht wenig Straßen- und Parkraum – bei 1350-Liter Ladevolumen.

Multi-Purpose-Nutzung: ACM CITY ist vielseitig bei der urbanen Personen- und Güterbeförderung nutzbar, zum Beispiel für Sharing, Logistik und Ride-hailing. Der wechselnde Einsatz der Fahrzeuge spart wertvolle Ressourcen und nutzt den städtischen Raum effizienter.

Energiekonzept – mit und ohne Ladekabel:
ACM sieht den Engpass der Elektromobilität nicht bei den Elektrofahrzeugen, sondern eher bei deren zuverlässiger und schneller Energieversorgung. Dazu hat ACM ein Konzept entwickelt, das ohne Schnelllade-Infrastruktur auskommt. ACM CITY kann mit einem Typ1-Ladestecker (Schuko-Steckdose) innerhalb von sieben Stunden geladen werden, mit einem Haushalts-Starkstromstecker (Typ2-Stecker) sogar in nur vier Stunden. Damit können Flottenbetreiber die Fahrzeuge zwischen 17 und 20 Stunden betreiben. Mit dem ACM-Akkuwechselsystem, bei dem manuell acht kleine handliche Akkus innerhalb weniger Minuten gewechselt werden können, ist ein Betrieb rund um die Uhr mit Ladezeiten von nur fünf Minuten möglich. Damit hat ACM eine Ladelösung entwickelt, die dem Massenmarkt weltweit zum Durchbruch verhelfen kann. 

Über das Technologieprogramm "IKT für Elektromobilität"

Im Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität III: Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie und Mobilitätsinfrastrukturen“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) von 2016 - 2020 derzeit 21 Pilotprojekte mit ganzheitlichen Lösungskonzepten und beispielhaften Systemlösungen, die Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle integrativ berücksichtigen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) basierende Innovationen bei Fahrzeugtechnik, wirtschaftlichen Flotten- und Logistikkonzepten, Lade-, Kommunikations- und Plattformtechnologien sowie die Einbindung von Elektrofahrzeugen in intelligente Energie- und Verkehrsnetze.

dazugehörige Kontaktpersonen

Kontakt

Christoph Ecken

Tel: 06221 / 1874 16 30

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