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Ruhe ist der neue Luxus

Mit den Rittstein Homes entsteht in Südtirol eine Architektur, die nicht sich in Szene setzt – sondern die Landschaft.

Es gibt Gebäude, die Aufmerksamkeit suchen. Und es gibt Gebäude, die etwas Selteneres schaffen: Sie nehmen sich zurück. Die neuen Rittstein Homes in Eppan gehören zur zweiten Kategorie. Zwischen Weinreben, Mischwald und dem rötlichen Porphyrgestein des namensgebenden Rittstein-Felsens ist ein Ensemble entstanden, das nicht von Architektur als Objekt erzählt, sondern von Architektur als Atmosphäre.

Offener Essbereich in den neuen Rittstein Homes
Essbereich in den neuen Rittstein Homes
Blick ins Treppenhaus

Seit Mai 2026 ergänzen sechs Apartments das traditionsreiche Ensemble des Stroblhofs. Doch wer hier klassische alpine Urlaubsästhetik erwartet, wird überrascht. Statt rustikaler Zitate oder folkloristischer Anleihen setzt das vom Brixner Architekturbüro Asaggio entworfene Projekt auf Reduktion, Materialehrlichkeit und mediterrane Leichtigkeit. Die Architektur versteht sich nicht als Gegenpol zur Landschaft, sondern als ihre Fortsetzung.

„Mich interessiert Architektur, die nicht laut ist. Gebäude müssen nicht Aufmerksamkeit erzeugen, sondern Atmosphäre. Die Landschaft sollte immer die Hauptrolle spielen. Deshalb haben wir einen Ort geschaffen, der aus seinem Umfeld heraus wächst – aus Licht, Topografie, Porphyr und Vegetation. Ruhe war für uns kein Nebeneffekt, sondern das eigentliche Entwurfsziel.“

- Gian Marco Giovanoli, Architekt der Rittstein Homes

Die rostrote Farbe mit Bezug auf das charakteristische Porphyrgestein der Umgebung spiegetl sich auch in den Badezimmern wider
(c) Stroblhof bei Eppan, Rittstein Homes, Alex Filz

Architektur beginnt mit dem Ankommen

Bereits die Anreise ist Teil des räumlichen Konzepts. Die Zufahrt führt zunächst durch einen dichten Mischwald, bis sich der Blick plötzlich auf das Ensemble öffnet. Von dort schlängelt sich ein Weg zwischen Weinreben und Bäumen bis in den geschützten Innenhof.

Diese Choreografie des Ankommens ist bewusst komponiert. Der Wechsel zwischen Enge und Weite, Schatten und Licht, Wald und Landschaft verändert die Wahrnehmung – noch bevor die Apartments erreicht werden. Architektur wird hier nicht als einzelnes Gebäude verstanden, sondern als räumliche Abfolge.

(c) Stroblhof bei Eppan, Rittstein Homes, Alex Filz

Aus dem Ort gebaut

Die Rittstein Homes erzählen keine inszenierte Geschichte. Sie erzählen die ihres Standorts. Die rostrote Fassade nimmt Bezug auf das charakteristische Porphyrgestein der Umgebung. Mehr noch: Beim Aushub gewonnene Porphyrsteine wurden zerkleinert und dem Waschputz beigemischt. Der Ort prägt damit nicht nur die Farbigkeit des Gebäudes, sondern wird buchstäblich Teil seiner Oberfläche.

Auch im Inneren setzt sich dieser Gedanke fort. Kalkglätte sorgt für eine natürliche Haptik, Kastanienholz schafft die Verbindung zur regionalen Vegetation, traditionelle Verarbeitungstechniken treffen auf eine zeitgenössische Formensprache. Statt dekorativer Elemente bestimmen Materialität, Licht und Proportionen die Atmosphäre.

Bemerkenswert ist auch der Umgang mit der Möblierung. Schränke und Einbauten stehen nicht als eigenständige Objekte im Raum, sondern wurden architektonisch eingefasst und wirken wie selbstverständlich aus dem Gebäude heraus entwickelt. Die Grenzen zwischen Architektur, Innenarchitektur und Möbeldesign beginnen zu verschwimmen.

Die Landschaft wird zum eigentlichen Interieur

Jede der sechs Wohneinheiten öffnet sich über großzügige Verglasungen in eine andere Richtung. Mal fällt der Blick in den Mischwald, mal über die Weinberge, mal auf die Berglandschaft oder die denkmalgeschützte Gleifkirche. Die komplexe Topografie des Grundstücks wurde dabei nicht nivelliert, sondern bewusst genutzt, um unterschiedlichste Raumerlebnisse entstehen zu lassen.

Private Gärten erweitern den Wohnraum ins Freie und schaffen Rückzugsorte, die den Übergang zwischen Innen- und Außenraum nahezu auflösen. Das Grün wird Teil des Interieurs, während Licht, Jahreszeiten und Landschaft den Rhythmus des Aufenthalts bestimmen.

(c) Stroblhof bei Eppan, Rittstein Homes, Alex Filz

Mediterrane Gelassenheit statt alpiner Klischees

Die Rittstein Homes interpretieren Südtirol neu. Nicht über traditionelle Bauformen, sondern über Klima, Material und Lebensgefühl.

Auskragende Dächer und begrünte Pergolen spenden Schatten im Sommer und lassen im Winter die tief stehende Sonne in die Apartments. Eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Photovoltaik, regionale Materialien und kurze Transportwege sind dabei keine isolierten Nachhaltigkeitsmaßnahmen, sondern Bestandteil einer Architektur, die ressourcenschonend und ortsbezogen denkt.

Das Ergebnis ist ein Ensemble, das mediterrane Offenheit mit der Ruhe einer jahrhundertealten Kulturlandschaft verbindet.

Gastgeberfamilie Nicolussi-Leck (c) Patrick Schwienbacher

Ein neues Kapitel für den Stroblhof

Seit sechs Generationen prägt die Gastgeberfamilie Nicolussi-Leck den Stroblhof inmitten der Eppaner Weinlandschaft. Mit den Rittstein Homes erweitert sie das historische Weingut um eine zeitgenössische Form des Reisens.

Die Apartments verbinden die Unabhängigkeit eines privaten Refugiums mit den Annehmlichkeiten des Hotels. Gäste verfügen über voll ausgestattete Küchen und private Gärten, nutzen zugleich den Wellnessbereich, den Naturbadeteich, Restaurant, Tennisplatz und die weiteren Angebote des Stroblhofs.

Die Rittstein Homes sind damit weit mehr als eine Erweiterung eines Hotels. Sie sind eine architektonische Position: gegen Lautstärke, gegen Inszenierung und gegen kurzlebige Trends. Stattdessen setzen sie auf eine Qualität und die Kraft der Zurückhaltung.

www.stroblhof.it

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